IT-Blog

Die besten Tipps für das Home-Office

Do, 6. Mai 2021

Seit dem Jahr 2020 ist für viele das Berufsleben komplett auf den Kopf gestellt worden. Vor allem das Thema Home-Office ist nach wie vor hochaktuell. Und so sehr auch alle Zeichen auf ein klein wenig Normalität stehen, wird mit großer Wahrscheinlichkeit der heimische Büroarbeitsplatz auch in Zukunft eine mehr oder minder große Rolle spielen. Darum ist es kaum verwunderlich, dass das Internet voll ist mit Tipps und Empfehlungen, was für diese Bereiche am besten ist. Bei meiner Recherche nach wertvollen Tipps, bin ich zuletzt auch noch über ein PDF gestolpert mit den 50 (in Worten fünfzig) besten Tipps für das Home-Office. Fünfzig. Ob das reicht?

Bevor man sich aber den Richtlinien und Tipps vollends zu Füßen wirft und mit dem Maßband den tatsächlichen Abstand zwischen Hirn und Bildschirm misst, kommt hier ein erster Gratis-Bonus-Tipp: Holen Sie sich eine Tasse Kaffee oder Tee oder sonstiges nichtalkoholisches Getränk, atmen einmal tief durch und fangen mit einem Lächeln an, diesen Blog zu lesen.

Generell darf man auch ohne soziologisches, psychologisches oder medizinisches Studium anmerken, dass die mehr oder weniger aufgezwungene Heimarbeit nicht von jeder Person gleich gut oder schlecht aufgenommen wurde. Und wir müssen auch keine Studien über Wohnflächen erstellen, um zu wissen, dass nicht jeder über entsprechende Räumlichkeiten verfügt, um optimal von zu Hause zu arbeiten. Genau darum benötigt man für viele Tipps eine gehörige Portion Humor, um nicht in purer Verzweiflung enden zu wollen. Tipps wie „entfernen Sie alle störenden Objekte“ klingen erstmal vernünftig. Aber wer setzt in Zeiten von Home-Schooling schon seine Kinder vor die Tür? Oder den Partner? Wie gesagt, ein klein wenig Humor hilft.

Es gibt aber tatsächlich auch sinnvolle Tipps. Und zwar solche, die nicht nur in der Theorie toll klingen, sondern sich auch bewährt haben. Und dann gibt es noch meine – nach einem Jahr Home-Office und dem Lesen von Hunderten unterschiedlicher Tipps und Vorschriften. Und keine Angst – ich Lümmel immer noch oft in meinem Bürostuhl herum und mache es mir bequem.

Tipp Nr. 1 – Ausgeschlafen zur Arbeit – besonders im Home-Office

Kennen Sie noch die gute alte Zeit? Nein, nicht die Zeit unmittelbar vor 2020. Ich meine die wirklich gute alte Zeit. Wo nach Mitternacht sogar die Fernsehsender ihren Betrieb eingestellt hatten und mittels Standbildes die allerspäteste Zu-Bett-Geh-Zeit einläuteten? Ok, Hardcore-Gucker konnten etwas später dann auf einen knisternden Kamin im TV starren, auf einem anderen Kanal gab es auch für das Gehirn noch genügend Futter, in dem man den weisen Worten von „Bernd das Brot“ folgte. Aber es gab damals tatsächlich noch Zeiten, in denen man die Nacht zum Schlafen verwendete.

Heute können Sie sich nicht nur mit herkömmlichem TV die Nacht um die Ohren schlagen (über das Programmangebot nach Mitternacht möchten wir hier nicht diskutieren!). Blockbuster per Mausklick? Kein Problem. Die Serienstaffel mit den restlichen 12 Folgen noch fertig anschauen? Streamingdienste machen es möglich. Oder sind Sie ein leidenschaftlicher Zocker? Dank globaler Erreichbarkeit und der Tatsache, dass die Erde keine Scheibe, sondern annähernd eine Kugel ist und somit über unterschiedliche Tageszeiten verfügt, lässt zu jeder Zeit einen Mitspieler finden.

Rechtzeitig aussteigen lautet hier die Devise. Und wenn man den Wissenschaftlern, Studien und meiner Oma glauben schenken möchte, sollte man mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen mit den „aufregenden“ Dingen abgeschlossen haben und den Abend ausklingen lassen.

Und wenn diese Zeit zum Ausklingen auch noch deutlich vor Mitternacht beginnt, steht in der Regel einem erholsamen und ausreichenden Schlaf nicht viel im Wege. Kleinkinder und Haustiere ausgenommen.

Tipp Nr. 2 – Der Start in den Tag

Es folgen jetzt die fünfzig besten Frühstücksrezepte für jede Jahreszeit für das entspannte Frühstück von 6 bis 12 Uhr. Es macht allerdings kaum Sinn, jemand mit den zugegebenen leckeren, teils exotischen Rezepten früh morgens schon in die Küche zu diktieren, der nun mal nicht frühstückt.

Und ganz ehrlich – die Zeiten, an denen der Tag mit dem Frühstück begann, sind bei mir längst vorbei. Ob Sie nun ausgiebig frühstücken oder nur eine Tasse Ihres Lieblingswachmachers trinken, ist sowieso äußerst individuell. Wichtig aber ist, dass wir stressfrei und pünktlich mit der Arbeit beginnen.

Tipp Nr. 3 – Ein fixer Arbeitsplatz zu Hause

Die meisten werden vom Arbeitgeber ein Notebook zur Verfügung gestellt bekommen haben. Damit ist man nicht nur in Zukunft, wenn wieder mehr Bürozeit erlaubt ist, mit seinem Computer mobil. Aber nicht nur standortübergreifend, sondern auch innerhalb der eigenen vier Räume. Um im Home-Office seine Arbeit zuverlässig erledigen zu können, benötigen wir aber auch dort einen ruhigen Platz. Auch wenn es die Räumlichkeiten in der Wohnung nicht immer zulassen, dass wir einen eigenen Raum als Büro widmen. Das Office sollte sich zumindest vom restlichen „Home“ abgrenzen. Ein Arbeitsplatz am Küchentisch oder gar vom Bett aus ist ganz sicher keine gute oder dauerhafte Lösung.

Tipp Nr. 4 – Pausen einplanen

Auch wenn einige schon etwas länger im Home-Office verweilen, können sich die meisten noch gut an die Zeit davor erinnern. Gerade nach intensiveren Phasen im Büro, wo Projekte ausgearbeitet werden, länger Sitzungen und Besprechungen durchgeführt wurden oder eine wichtige Arbeit erledigt wurde. Man gönnte sich dann eine kurze Auszeit. Schnell mal einen Kaffee holen, am Gang mit einem Kollegen einen kurzen Small-Talk machen oder mit dem Gegenüber ein auflockerndes Gespräch führen. All das war normal. Die meisten werden beim Gang zur eigenen Kaffeemaschine kaum einem Kollegen begegnen. Auch mal eben einen kurzen Chat fangen die wenigsten an. Viele Kontakte schlafen mit der Zeit ein und die Unterbrechungen bei der Arbeit werden weniger. Darum ist es gut, wenn wir uns nach einem erreichten Etappenziel eine kurze Auszeit nehmen. Nicht nur hektisch und schnell die nächste Tasse Kaffee holen, sondern tatsächlich mal die eine oder andere Minute aufstehen, bewegen und jetzt in der beginnenden Frühlingszeit das Fenster zu öffnen und frische Luft tanken. Danach geht es gleich viel besser wieder an die Arbeit.

Tipp Nr. 5 – Arbeitsbeginn, Mittagspause und Feierabend einhalten

Manchmal vergeht die Zeit viel zu schnell. Während man aber oftmals bis zu einem bestimmten Zeitpunkt das Büro verlassen muss, um abendliche Erledigungen zu machen oder für das Abendessen zu sorgen, kommt kaum jemand auf die Idee, danach wieder ins Büro zu fahren und weiterzuarbeiten. Im Home-Office geschieht dies wesentlich einfacher und auch nach mehreren Stunden Pause habe ich mich selber schon am späten Abend wieder am heimischen Arbeitsplatz ertappt. Das mag in Ausnahmefällen praktikabel sein, allerdings sollte es nicht zur Gewohnheit werden. Auf Dauer stört es massiv den Tagesablauf und führt dazu, dass man nicht mehr vom beruflichen abschaltet. Halten Sie sich möglichst an die vorgegebenen Zeiten, die Sie auch vom Büro her kennen.

Tipp Nr. 6 – Arbeitskleidung?

Es scheiden sich die Geister, ob man nun im Home-Office die gleiche Bekleidung tragen soll wie im Büro. Während die einen meinen, sie bereiten sich so besser auf den Arbeitsbeginn vor, wenn sie es genauso wie im normalen Büroalltag halten, mögen es andere deutlich anders. Wir meinen, dass es zwar mal Spaß macht, im Pyjama oder Jogginghose im Home-Office zu sitzen, tendieren dann aber doch eher dazu, sich auch für die Heimarbeit fein zu machen. Also normal zu kleiden, als ob man auch nach draußen gehen würde. Gerade, wenn man täglich früh am Morgen bereits die erste Videobesprechung mit den Kollegen hat, vermittelt man nicht nur sich selbst, sondern auch den anderen Kollegen etwas Professionalität. Das kann mitunter auch verhindern, sich in längeren Home-Office-Phasen gehen zu lassen.

Daher unser Tipp: Nicht im Anzug mit Krawatte, aber ordentlich gekleidet auch im Home-Office. Pyjama bleibt für die Nacht und der bequeme Jogging-Anzug für den Abend und/oder Sport. Auch damit erreichen Sie dann eine deutliche Trennung zwischen Beruf und Privatem.

Tipp Nr. 7 – Starke Ablenkungen

Nicht alle Ablenkungen haben wir im Griff. Wer im Sommer das Fenster öffnen will und in einem lauten Gebiet wohnt, hat schlechte Karten. Auch haben wir alle gelernt, dass Kinder und Haustiere sich nicht immer den familiären Grundsätzen der Vermeidung von Geräuschen und Störaktivitäten unterwerfen. Freiwillig eigentlich so gut wie nie.

Abstellen können wir aber die ständige Berieselung des Radios oder gar dem Fernseher. Das Angebot zu Hause ist in diesem Bereich ja deutlich ausgeprägter als im Büro. Fernseher, Internet-Streams für Radio und Filme oder Serien lassen ein schier unerschöpfliches Reservoir an Dauerablenkung auf uns herabregnen.

Unser Tipp: Unterhaltung in Maßen. Radio oder leise Musik, wenn man es vom Büro gewohnt ist, mag in Ordnung gehen. TV oder gar „netflixen“ ist aber sicher keine so gute Idee, wenn man arbeiten möchte. Auch wenn manchmal die Verlockung groß ist.

Tipp Nr. 8 – Technische Ausstattung am Arbeitsplatz

Es mag ein wenig abgedroschen klingen, aber ist ihr Arbeitsplatz ordentlich ausgestattet? Denn wirklich ergonomisch arbeiten ist am Notebook mit den kleinen Displays nicht möglich. Denken Sie an Ihren Arbeitgeber, mit welchem finanziellen Aufwand er Ihnen die Büroausstattung zur Verfügung stellt. Höhenverstellbare Monitore, ergonomische Bürostühle, Dockingstation für das Notebook, eventuell höhenverstellbare Schreibtische und noch vieles mehr. Auch sind in der Regel Grünpflanzen für das Raumklima mittlerweile keine Seltenheit mehr.

Oft wird beim Home-Office gerne vergessen, dass es sich auch hier um einen regulären 8-Stunden Betrieb handelt und man sich auf Dauer mit unergonomischen Verhaltensweisen oder dem klassischen „Das geht schon so“ nichts Gutes tut. Zumeist merkt man die Folgen erst in den späteren Jahren. Ab dann sind sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer ganz anders aufnahmebereit, wenn es um solche Dinge geht. Auch ist einem die eigene Gesundheit dann meist deutlich mehr wert.

Unser Tipp: Investieren Sie in einen guten Büro-Arbeitsplatz und sparen vor allem nicht bei dem Stuhl. Ein Küchenstuhl aus Holz mag zwar schön anzusehen sein, ist aber für den Rücken auf Dauer keine Wohltat.

Tipp Nr. 9 – Vermeiden Sie Isolationen

Zu Hause konzentrieren wir uns vornehmlich auf unsere eigenen Aufgaben und denen des Teams. Erfahrungsgemäß kommunizieren wir grundsätzlich weniger, wenn wir Chat-Tools wie Microsoft Teams oder ähnliches verwenden. Besprechungen werden in mühevoller Tipparbeit auf das nötigste beschränkt und möglichst kurzgehalten. Noch weniger Gespräche gibt es mit anderen Abteilungen, obwohl die vielleicht mit involviert sind.

Um dem ein wenig entgegenzuwirken, nutzen wir selber die Möglichkeiten, die uns die moderne Technik bietet. In unserem Unternehmen wird zum Beispiel jeden Morgen eine Besprechung mittels Videochat mit dem gesamten Team abgehalten, um über die offenen Aufgaben, Probleme, Wünsche und Anregungen zu sprechen. Dabei sind für die angesetzten 15-20 Minuten sowohl Geschäftsführer, Teamleiter und alle Kollegen per Webcam zugeschaltet. Auch wenn es nicht das Gleiche ist wie ein persönliches Meeting in der Firma, steigert es doch die Zusammengehörigkeit enorm.

Unser Tipp: Teilen Sie sich Ihrem Umfeld mit und nutzen dabei die Möglichkeiten Ihrer Kollaborations- und Kommunikationssoftware aus. Und wenn Sie hierbei Hilfe bei der nötigen Einrichtung von Microsoft Teams brauchen, helfen wir Ihnen gerne.

Tipp Nr. 10 – Freundlichkeit und Verständnis für Andere

Wenn Sie für sich das optimale Home-Office-Erlebnis bei sich zu Hause geschaffen haben, heißt das nicht, dass dies für alle anderen auch gilt. Kollegen, die zu Hause stark eingeschränkten Möglichkeiten unterliegen und sich sehnlichst das Büro im Unternehmen wieder herbei sehnen, sind aus verständlichen Gründen vielleicht schon gereizt und unausgeglichen. Denken Sie dabei an Ihre Kollegen, wenn Gespräche oder deren Ergebnisse nicht denen aus dem Büro entsprechen oder wenn aus dem vormals so netten Kollegen ein kleiner Griesgram geworden ist.

Unser Tipp: Versetzen Sie sich auch in die Lage derer Kollegen, die nicht freiwillig im Home-Office bleiben wollen.

Und der absolute Pro-Tipp am Schluss: Ausreichende Bewegung außerhalb der Arbeitszeit schadet nicht!