IT-Blog

Microsoft Azure für Ihr Unternehmen

Mo, 14. Juni 2021

Wenn alle paar Jahre wieder eine komplette Erneuerung der IT-Landschaft auf dem Programm steht, müssen sich IT-Administratoren und IT-Verantwortliche mit vielen Fragen auseinandersetzen. Neben dem abzuschätzenden Wachstum des Unternehmens und der daraus erforderlichen Abschätzung der notwendigen IT-Ressourcen und Kapazitäten stellt sich heute auch die Frage nach der Cloud-Strategie.

In der IT gibt es immer eine Vielzahl an großen Baustellen. Wenn man sich zeitgemäß ausdrücken möchte, ist ein Teil davon die „User Experience“. Übersetzt spricht man von der Benutzer-Erfahrung. Klingt modern, heißt aber im althergebrachten Fachjargon der IT nichts anderes als „Vernünftig arbeiten können und nichts zum Meckern haben“. Spätestens nachdem die Mitarbeiter teils gezwungenermaßen ihre ersten Schritte im Home-Office machten, wurden auch für die größten Gegner der Cloud-Technologie die Vorteile ins Rampenlicht gerückt. Mit Microsoft 365 und vor allem Teams, SharePoint Online, OneDrive und den Office-Produkten wurde eine breite Palette an neuen, Cloud-fähigen Anwendungen aufgelegt. Mittlerweile hat sich eben auch bei Skeptikern gezeigt, dass die Cloud funktioniert. Und eine weitere Erkenntnis hat sich breit gemacht. Die Administration wurde deutlich einfacher und zentraler.

Und wie sieht es im Server-Bereich aus?

IT-Administratoren, IT-Verantwortliche und interne IT-Techniker haben in den meisten Fällen noch das große Handwerk erlernt. Sie administrieren und warten eine oft stattliche Anzahl an OnPremises-Gerätschaften. Vorzugsweise in einem eigenen, dafür vorgesehenen voll klimatisierten Raum, denn das sagt OnPremises aus. Der oder die prächtigen Server in edlem mattschwarz sind in imposanten Servergehäusen verbaut, die beim bloßen Anschauen unweigerlich klar machen, welche technische Raffinesse hier betrieben wird. Die hektisch flimmernden Lämpchen der Switches lassen die High-Tech und Performance ersichtlich werden. Damit ist leicht nachvollziehbar, wenn in der Administratorenbrust das Herz um den Faktor 2 schneller schlägt, wenn es um seine Server geht.

Doch auch die Nachteile einer so monströsen IT-Anlage sind schnell gefunden. Regelmäßig gibt es eine sehr hohe Investitionssumme für die Anschaffung der Geräte und den erforderlichen Lizenzierungen für die neuesten Serverbetriebssysteme, Zugriffslizenzen und sonstige Software. In den meisten Fällen wird eine IT für ca. 5 Jahre Betriebsdauer geplant. Das bedeutet, dass man eine Maschinerie ankaufen muss, die am Anfang deutlich überdimensioniert ist. Was aber erforderlich ist, wenn man nicht nach 2-3 Jahren neu kaufen oder kostspielig aufrüsten möchte. Wer die Serverkonfiguration bei der Anschaffung bereits auf Kante genäht hat, also nur das tatsächlich kleinstmögliche angeschafft hat, dem droht nach einiger Zeit ein böses Erwachen, wenn sich die Konstellation nicht weiter aufrüsten lässt oder jeglichen Kostenrahmen dafür sprengen würde.

Neben der teuren Anschaffung gibt es aber auch andere Kosten, die im Laufe der Zeit anfallen. Wartung und Betreuung einer funktionierenden IT werden gerne unter den Tisch gekehrt. Updates und Patches sind in immer kürzeren Abständen auf den diversen Servern einzuspielen. Und in kritischen Fällen, wie unlängst Microsoft Exchange gezeigt hat, bleibt nicht viel Zeit, um die Sicherheit im Unternehmen zu gewährleisten. Dass solche Updates aber nicht immer trivial und einfach einzuspielen sind, erklärt die zögerliche Ausführungsbereitschaft der IT-Mannschaft, wenn an Produktivsystemen herumgefummelt werden muss. Das bedeutet in der Regel eine sehr gut ausgebildete IT-Abteilung und der Spaß am Spiel mit dem Feuer. Kennen Sie die Regeln für Russisches Roulette?

Dazu kommen noch hardwarebedingte Ausfälle. Ein Switch, eine USV, die Klimaanlage oder nur ein banaler Lüfter im Servergehäuse können zu Standzeiten mit katastrophalen Auswirkungen führen. Eine ständige Kontrolle und Redundanz ist der Preis dafür, dass man sich auf der möglichst sicheren Seite bewegt.

Mein Server ist von 2008 und läuft immer noch

Das Totschlagargument gegen die hohen IT-Kosten und der regelmäßigen Wartung und Erneuerung ist keine Erfindung der 2000er-Jahre. Auch heute noch gibt es die ganz hartnäckigen Verfechter von „wenn’s nicht kaputt ist, kann man es noch nutzen“. Obwohl diese generell lobenswerte Einstellung in vielen Bereichen des Lebens Sinn macht, ist sie in der modernen IT-Welt, wo sich vorzugsweise pro Quartal gefühlt alles dreimal ändert, fehl am Platz.

Der Paradigmenwechsel

Eine moderne IT-Strategie lässt in keinem Fall die Cloud mit deren Möglichkeiten außer Acht. Denn nicht nur für den einzelnen User sind die Vorteile nicht mehr von der Hand zu weisen, sondern auch im Bereich der Serverlandschaften.

Stellen Sie sich vor, sie müssten ihre Serverhardware inklusive der aufwändigen Ausfallssicherheit nicht mehr kaufen. Und auch nicht mehr überdimensioniert an den Start gehen, sondern sich auf das konzentrieren, was im Moment gebraucht wird. Zusätzlich wird weder der klimatisierte Raum noch der Aufwand, alles Grundlegende selbst zu installieren, benötigt. Und die Wartung der Serverhardware und Betriebssysteme inklusive der sehr schnellen Einspielung aller Updates und Patches übernimmt jemand anderes für Sie.

Wer sich selbst gerade bei dem Gedanken ertappt, das würde toll klingen, der hat damit die erste Bekanntschaft mit Microsoft Azure gemacht.

Die Kosten – von Äpfeln und Birnen

Gerne werden die Kosten, die bei Azure anfallen, gegen eine lückenhafte Gegenrechnung gestellt. Denn im Gegensatz zur lokalen IT hat man bei Azure keine Wahl, die Sicherheitsvorgaben einzuschränken oder gar gänzlich wegzulassen. Microsoft Azure bietet neben der Ausfallsicherheit auch eine ständig aktuelle Hardware im Hintergrund, eine stets auf aktuellstem Stand gehaltene IT-Infrastruktur und komplett durch die Cloud abgesicherte Sicherheitslösung. Zählt man nämlich alle anfallenden Kosten wie Strom, Klimatisierung, Sicherheit, Internetanbindungen mit Zusatzlösungen, Software und natürlich die IT-Administration mit ein, steht die Cloud oft deutlich besser da als die lokale Lösung. Durch die skalierende Infrastruktur und dem Wegfall der Erstanschaffung steht die Cloud auf der positiven Bilanzseite. Zudem hat man bei Azure die Kosten sowohl in der Anschaffungsphase als auch im weiteren Betrieb ständig unter Kontrolle und kann mit diversen Tools, die zur Verfügung stehen, auch die anfallenden Kosten für die Zukunft darstellen.

Braucht man dann keine IT-Abteilung mehr?

Selbstverständlich wird eine kompetente IT-Mannschaft benötigt. Denn obwohl sich in der Cloud sehr viel automatisieren oder mit Skripten ausführen lässt, muss jemand in der Lage sein, dies zu administrieren, zu konfigurieren und bei Bedarf entsprechend zu erweitern. Und noch lassen sich längst nicht alle vorhandenen Systeme einfach so in die Cloud transferieren. Man denke da einfach an Produktivsysteme mit proprietärer Software zur Maschinensteuerung.

Doch genau das ist es, was ein Administrator abschätzen können muss. Und in den meisten Fällen kommt es dann zu einer Hybridisierung. Also ein Teil in der Cloud, ein anderer Teil bleibt wie gehabt OnPremises, also eigene Hardware in eigenen Räumlichkeiten. Somit wählt man in jedem Fall individuell das Beste aus beiden Welten.

Mit Azure sind nicht nur einzelne Geräte in der Cloud abbildbar, sondern komplette und vor allem auch komplexe Netzwerke, Server und Arbeitsstationen. Wer es darauf anlegt, kann unter Umständen seine komplette IT in der Cloud abbilden.

Auf dem Weg zur Globalität

Je umfangreicher die IT in einem Unternehmen wird, umso größer wird der Nutzen durch Azure. Und wenn noch mehrere Standorte dazu kommen, löst die Cloud auch ohne weiteren Aufwand die Frage nach der Verbindung zwischen den einzelnen Standorten. Denn Azure ist weltweit verfügbar, der Zugriff kann von überall aus erfolgen. Auch mehrere Server, die innerhalb der Cloud miteinander verbunden sind, können mittels „Azure ExpressRoute FastPath“ äußerst schnell aufeinander zugreifen. Somit sind weltweit verteilte Server und Netzwerke in der Lage, blitzschnell miteinander zu kommunizieren und Daten auszutauschen.

Die Strategie macht es aus

Niemand sollte aber dem Irrtum unterliegen, dass er nun anstatt einer Neuanschaffung bzw. statt eines Austauschs von Komponenten einfach den Weg in die Cloud geht. Nach wie vor ist auch Azure ein Bestandteil einer umfangreichen Cloud-Strategie. Um hier einer professionellen Planung gerecht zu werden, müssen alle Systeme und Konzepte ineinander greifen und gut durchdacht werden. Hier sollte in jedem Fall die Unterstützung von Experten eingefordert werden.

Lesen Sie dazu auch in Kürze in unserem Blog-Eintrag „Azure Lift & Shift“, wo wir Ihnen ein wenig über den Weg nach Azure erklären werden.