Microsoft Defender for Office 365: ZAP erweitert Bereinigung auf Gelöschte Elemente

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Zero-hour Auto Purge (ZAP) in Microsoft Defender for Office 365 scannt und bereinigt nun auch bösartige E-Mails in den Gelöschte Elemente-Ordnern der Benutzer, um den Schutz nach der Zustellung zu verbessern, ohne dass neue Richtlinien erforderlich sind. Die Einführung beginnt im Juni 2026 und gilt für alle Mandanten mit aktiviertem ZAP, ohne Änderungen für die Benutzer oder erforderliche Maßnahmen.

[Was und Warum:]

Wir erweitern Zero-hour Auto Purge (ZAP) in Microsoft Defender für Office 365, um bösartige Nachrichten in den Gelöschte Elemente-Ordnern der Benutzer zu scannen und zu bereinigen. Diese Verbesserung stärkt den Schutz nach der Zustellung, indem sichergestellt wird, dass Phishing-, Spam- und Schadsoftware-Nachrichten auch dann entfernt werden, wenn ein Benutzer sie bereits gelöscht oder gemeldet hat. Dies erhöht die Sicherheit des gesamten Mandanten, ohne dass neue Richtlinien oder Konfigurationen notwendig sind.

[Rollout-Zeitplan:]

  • Allgemeine Verfügbarkeit (weltweit, GCC, GCC High, DoD): Die Einführung beginnt Anfang Juni 2026 und soll Ende Juli 2026 abgeschlossen sein.

[Auswirkungen auf Ihre Organisation:]

Betroffene:

  • Alle Mandanten, die Exchange Online Protection oder Microsoft Defender für Office 365 Plan 1 oder Plan 2 mit aktivem ZAP nutzen

Plattformen/Dienste:

  • Exchange Online
  • Microsoft Defender für Office 365
  • Outlook (Desktop, Web, Mobile)

Was passiert:

  • ZAP wird rückwirkend bösartige Nachrichten im Gelöschte Elemente-Ordner innerhalb des ZAP-Erkennungszeitfensters scannen und Maßnahmen ergreifen.
  • Dazu gehören Nachrichten, die:
    • Von Benutzern als Phishing gemeldet wurden
    • Automatisch nach Annahme von Kalendereinladungen verschoben wurden
    • Manuell von Benutzern gelöscht wurden
  • Als bösartig identifizierte Nachrichten werden den bestehenden Richtlinien entsprechend behandelt (z. B. in Junk-E-Mail verschieben, Quarantäne).
  • Es werden keine neuen Richtlinien, Aktionen oder Konfigurationseinstellungen eingeführt.
  • Administratoren sehen zusätzliche ZAP-Aktivitäten in bestehenden Berichten und Warnungen.
  • In der Tabelle EmailPostDeliveryEvents in Advanced Hunting wird eine neue Spalte SourceLocation hinzugefügt, die den Ursprungsordner angibt (z. B. DeletedItems).
  • Die Benutzererfahrung bleibt unverändert.

[Erforderliche Maßnahmen / Empfehlungen:]

Keine Maßnahmen erforderlich.

Diese Änderung ist standardmäßig aktiviert und berücksichtigt Ihre bestehenden Anti-Spam-, Anti-Phishing- und Anti-Malware-Richtlinien.

Empfohlene Maßnahmen für Administratoren:

  • Überprüfen Sie die bestehenden ZAP-bezogenen Berichte im Mailfluss-Status und im Threat Explorer, damit Ihr Security Operations Center (SOC) mit der zusätzlichen Aktivität vertraut wird.
  • Aktualisieren Sie interne Sicherheitsdokumentationen oder die Helpdesk-Anleitungen, um darauf hinzuweisen, dass Gelöschte Elemente nun in die ZAP-Bereinigung einbezogen werden.

Weitere Informationen: Zero-hour auto purge (ZAP) in Microsoft Defender for Office 365 | Microsoft Learn

[Compliance-Überlegungen:]

Frage zur Einhaltung der Vorschriften: Wird durch die Änderung die Verarbeitung, Speicherung oder der Zugriff auf bestehende Kundendaten verändert?
ZAP verarbeitet und behandelt nun E-Mails, die sich im Ordner Gelöschte Elemente befinden.

Frage zur Compliance-Überwachung: Wird durch die Änderung beeinflusst, wie Administratoren Compliance-Aktivitäten überwachen, berichten oder nachweisen können?
Zusätzliche ZAP-Aktionen werden in bestehenden Berichten angezeigt und ein neues Feld SourceLocation wird in Advanced Hunting hinzugefügt, um die Überprüfbarkeit und Genauigkeit bei Untersuchungen zu verbessern.

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