MDO Schutz für verschlüsselte E-Mail-Anhänge

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Microsoft Defender for Office 365 führt eine Opt-in-Richtlinie für Safe Attachments ein, die E-Mails mit kennwortgeschützten Anhängen, die nicht gescannt werden können, in Quarantäne stellt. Administratoren können die Freigabe steuern, Nutzer können Anhänge mit dem Passwort selbst freigeben, und die Funktion unterstützt verschiedene Dateitypen. Die Einführung beginnt im August 2026 weltweit.

Was und Warum:

Organisationen verwenden häufig verschlüsselte oder passwortgeschützte Anhänge, um sensible Informationen sicher per E-Mail zu teilen. Wenn Microsoft Defender for Office 365 jedoch das Passwort des Anhangs beim Scannen oder bei der Detonation nicht erhalten kann, kann der Inhalt nicht vollständig auf Bedrohungen analysiert werden.

Um Organisationen dabei zu helfen, das Risiko durch nicht gescannte Inhalte zu reduzieren, führt Microsoft eine neue Opt-in-Einstellung in Safe Attachments-Richtlinien ein. Diese Einstellung ermöglicht Administratoren, E-Mail-Nachrichten, die passwortgeschützte Anhänge enthalten, automatisch in Quarantäne zu verschieben, wenn Microsoft Defender for Office 365 das Scannen oder die Detonation nicht abschließen kann. Diese Verbesserung bietet Administratoren eine größere Kontrolle über potenziell riskante Inhalte und bewahrt gleichzeitig Geschäftsabläufe durch kontrollierte Freigabeoptionen.

Rollout-Zeitplan:

  • Weltweit: Anfang August 2026 bis Ende August 2026
  • GCC: Ende August 2026 bis Ende September 2026
  • GCC High: Ende August 2026 bis Ende Oktober 2026
  • DoD: Ende August 2026 bis Ende Oktober 2026

Auswirkungen auf Ihre Organisation:

Betroffene Personen:

  • Administratoren, die Safe Attachments-Richtlinien verwalten.
  • Sicherheitsteams, die für das Quarantänemanagement verantwortlich sind.
  • Benutzer, die passwortgeschützte E-Mail-Anhänge erhalten.

Plattformen/Services:

  • Microsoft Defender for Office 365
  • Safe Attachments
  • Quarantäne
  • Advanced Hunting
  • Exchange Online

Was wird passieren:

  • Diese Funktion ist standardmäßig deaktiviert und erfordert ein Opt-in durch den Administrator.
  • Administratoren können Safe Attachments-Richtlinien so konfigurieren, dass Nachrichten in Quarantäne verschoben werden, wenn passwortgeschützter Inhalt nicht gescannt oder detoniert werden kann.
  • Organisationen können die Funktion mit einer separaten, gezielt angewendeten Safe Attachments-Richtlinie testen.
  • Benutzer können berechtigte Nachrichten selbst freigeben, indem sie das Passwort des Anhangs eingeben. Vor der Freigabe wird eine sogenannte Just-in-Time-Detonation durchgeführt.
  • Sicherheitsadministratoren können quarantänisierte Nachrichten ohne Angabe des Anhangspassworts freigeben.
  • Unterstützte Dateikategorien umfassen ZIP, GZIP, 7z, RAR, PDF und Microsoft Office-Dateiformate.
  • Ausgewählte Dateikategorien können vom Schutz ausgeschlossen werden.

Wichtig:

  • Benutzer sollten nur das Passwort für den Anhang eingeben.
  • Benutzer dürfen niemals Anmeldeinformationen, Bankpasswörter oder andere nicht verwandte Passwörter eingeben.
  • Benutzer sollten nur erwartete Nachrichten von validierten Absendern freigeben.
  • Unerwartete geschützte E-Mail-Nachrichten sollten an das SecOps-Team weitergeleitet werden.

SecOps-Teams:

EmailAttachmentInfo | where AdditionalFields contains \"IsPasswordProtectedItem\"

Erforderliche Maßnahmen/Empfehlungen:

Es sind keine Maßnahmen erforderlich, es sei denn, Sie möchten diese Funktion verwenden.

  • Überprüfen Sie Safe Attachments-Richtlinien.
  • Erwägen Sie eine Pilotbereitstellung.
  • Überprüfen Sie Verfahren zur Freigabe aus der Quarantäne.
  • Aktualisieren Sie interne Dokumentationen.
  • Kommunizieren Sie die Änderung an Support- und Helpdesk-Teams.
  • Schulen Sie Benutzer im angemessenen Umgang mit Anhangspasswörtern bei der Nachrichtenfreigabe.
  • Überprüfen Sie die Microsoft Defender for Office 365-Dokumentation.

Compliance-Aspekte:

Die Änderung beeinflusst, wie passwortgeschützte E-Mail-Anhänge verarbeitet und zugegriffen werden können, wenn Organisationen die Funktion aktivieren. Administratoren erhalten neue Steuerungsmöglichkeiten über Safe Attachments-Richtlinien und können betroffene Inhalte mittels Advanced Hunting identifizieren. Weitere Compliance-Aspekte wurden nicht festgestellt.

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